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Das Meer von oben gesehen

Entdeckungswanderung des Monte Tobbio, eines der charakteristischsten Gipfel des ligurisch-piemontesischen Apennin

Der Nationalpark „Parco Naturale delle Capanne di Marcarolo“ befindet sich am Begegnungspunkt des Piemonts mit dem Hinterland von Genua. Er wurde 1979 gegründet, weist eine Fläche von 8.200 Hektaren Berggebiet auf, und wird von der Pyramide des Monte Tobbio (1.092 m) beherrscht und durch die Seen des Gorzente geschmückt. In botanischer Hinsicht handelt es sich um ein Gebiet von besonderem Interesse: dank den außergewöhnlichen geoklimatischen Bedingungen leben mediterrane Pflanzen (Currykraut oder italienische Strohblume und Baumheide) neben Alpenblumen (Alpen-Astern und Schneeheiden), darüber hinaus sind zahlreiche Endemiten und seltene Pflanzen vorhanden. Die unterschiedlichen Zonen, das reichhaltige Wasservorkommen und der niedrige Verschmutzungsgrad begünstigen außerdem das Überleben verschiedenster Tierarten: Mäusebussarde, Rehe, Molche, Flusskrebse, Wasseramseln und der Schlangenadler, der Symbol-Raubvogel des Parks. Die Gegend verfügt über ein gutes Netz von Wanderwegen und bieten unendlich viele Möglichkeiten für ein- oder zweitätige Trecks von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad.

Die hier vorgestellte Wanderung erreicht den Gipfel des Monte Tobbio und ist einer der meist begangenen, aber auch der eindrucksvollsten Rundgänge des Gebiets. Die Außergewöhnlichkeit des Monte Tobbio hängt mit dem besonderen Verhältnis zwischen seiner Morphologie und seinem Standort zusammen. Die Pyramidenform und der Höhenunterschied zwischen den Abhängen und dem Gipfel machen ihn weitum sichtbar, obschon er inmitten anderer gleichhoher oder sogar höherer Berge steht. Dieses sich Abzeichnen auf der direkten Linie zwischen dem Meer und der Poebene hat ihn zum geografischen und symbolischen Bezugspunkt schlechthin der Bevölkerungen auf beiden Seiten des Apennin gemacht.

Unser Weg beginnt in der Ortschaft Valico degli Eremiti, an der Kreuzung zwischen den Provinzstrassen 165 und 166; an der kleinen Votivkapelle biegen wir links in den Wanderweg ein. Der Pfad besteht aus weitläufigen, sanften Kurven auf steinigem Boden, und führt durch Pinienwälder und offene Stellen mit Baumheiden. Im Frühling blühen zwischen den Felsen bunte Kissen von Flaumigem Seidelbast, ligurischem Hornkraut, Wolfsmilch, Bertolonis-Veilchen und Alpen-Astern, während die Wiesen von Narzissen, wilden Osterglocken, Orchideen und Gras-Schwertlilien bevölkert sind.

Nach der Kreuzung mit dem Weg, der links von Voltaggio kommt, erreichen wir nach kurzer Zeit den Passo della Dagliola, ein weiter Grassattel, der stets vom Wind gefegt wird, und folgen von hier den Wegweisern mit dem gelben Dreieck. Die Kurven werden enger, bis wir den Gipfel sehen. Auf dem höchsten Punkt angekommen, auf dem sich die 1899 geweihte Wallfahrtskirche Beata Vergine di Caravaggio befindet , belohnt uns die Aussicht auf alle umliegenden Täler, vom Alpenbogen bis zum ligurischen Meer, für unsere Mühen. Der Rückweg kann auf derselben Route erfolgen oder aber über den mit der Beschilderung FIE ausgezeichneten Weg.

Difficoltà 2

Lunghezza: 8.00 Km

Durata: ore